Hans Bernhard Luginbühl: Tischlein deck dich
- Werknummer
- 119
- Kategorien
- Druckgrafik
- Künstlerin / Künstler
- Hans Bernhard Luginbühl
- Darstellung/Titel
- Tischlein deck dich
- Standort
- Archiv
- Platz
- (Mappe)
- Technik
- Radierung 174 / 200, gedruckt bei Reymond Meyer in Pully
- Zustand
- Format: ohne Rahmen
- Höhe
- 49 cm
- Breite
- 65 cm
Künstlerin / Künstler:
Hans Bernhard Luginbühl
Hans Bernhard Luginbühl, geb. 16.09.1929 in Bern, gest. 19.02.2011 in Langnau i.E.
Er war ein Schweizer Eisenplastiker, Zeichner, Kupferstecher und Filmer.
Nach einer Bildhauerlehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern arbeitete der junge Bernhard Luginbühl als freier Künstler. Nachdem er sich zuerst mit Holz und Stein versucht hatte, kam er mit der modernen Plastik seiner Zeit in Berührung.
Mit dem Eisen als Material eröffnete sich für ihn ein neuer Weg. Er wurde zu einem der wichtigsten Vertreter der abstrakten Eisenplastik. Indem er verschiedene Elemente aus Metall und geschmiedetem Eisen verband, hauchte er ihnen neues Leben ein. Seine Themen sind zoomorphe (tierische) und organische Formen, aber auch Bewegung und Energie, welche seine Skulpturen zu raumgreifenden, körperlich erfahrbaren Installationen werden lassen.
Parallel zur Eisenplastik entstand kontinuierlich ein graphisches und zeichnerisches Werk, das sich auch auf Serien und Themen bezog, welche den Künstler in seinen plastischen Arbeiten beschäftigten.
1957 lernte Luginbühl Jean Tinguely kennen. Fortan verband die zwei eine enge Freundschaft. Die zwei machten Schweizer Eisenplastik zu einem begehrten Exportartikel. Retrospektiven in verschiedenen europäischen Museen und Aufträge aus mehreren Kontinenten bestätigten Anfang der 1970er Jahre den Weltrang von Luginbühls Arbeit.
Neben der plastischen Arbeit widmete sich Luginbühl auch intensiv dem Film. Erste Experimente, vornehmlich Trickfilme, entstanden ab den 1950er Jahren.
Bekannt waren auch Luginbühls spektakuläre Verbrennungsaktionen. In ihnen liess er gigantische Holzskulpturen in Rauch und Feuerwerk aufgehen. Er manifestierte so seinen Zorn über Traditionsverlust und den Triumph einer Beton- und Kunststoffkultur.
An der Gewerbeschule in Bern lernte Luginbühl Greti Schläpfer (Kostümbildnerin und Kunstweberin) kennen. 1950 heirateten die beiden. Der Ehe entstammten zwei Töchter. Nach der Scheidung heiratete Luginbühl 1957 die Keramikerin und Töpferin Ursi Koelner. Dieser Ehe entstammten die drei Söhne Brutus, Basil und Jwan und die Tochter Eva. Sie waren alle in Luginbühls Arbeiten einbezogen und unterstützten den Vater.
1998 eröffnete der Künstler an seinem Wohnort Mötschwil einen öffentlich zugänglichen Skulpturenpark und 2004 im Alten Schlachthaus in Burgdorf das Bernhard Luginbühl Museum.
Quellen: luginbuehlbernahrd.org; luginbuehlstiftung.ch