Samuel Buri: Aquarell

Werknummer
120
Kategorien
Druckgrafik
Künstlerin / Künstler
Samuel Buri
Darstellung/Titel
Aquarell
Standort
UNBEKANNT
Technik
Lithographie 112/120
Höhe
54 cm
Breite
66 cm

Künstlerin / Künstler:

Samuel Buri

Samuel Buri, geb. 27.09.1935 in Täuffelen (BE).

Er ist ein Schweizer Maler, Aquarellist und Buchautor.

Seine Schwerpunkte sind Leinwandbilder, Wandmalereien, Glasfenster, Mosaike, Aquarelle und Lithografien. Er will durch das Zusammenspiel von Farbe und Form das Auge herausfordern und im Sinne von Matisse’ «Joie de vivre» erfreuen. Landschaften, Bäume, das Atelier, Kirchen und Kreuzgänge, Blumen- und Früchtestilleben sowie Porträts sind die wichtigsten Sujets. Zentrale Themen sind Natur und Bildillusion, der Malakt, der Maler. Spektrale Farbigkeit, Kombinationen von komplementären Farbpaaren, serielle Variation der Farbe, Gegenüberstellung von geometrischen und organischen Formen und der Hang zum Ornament sind charakteristisch.

1948 zog die Familie nach Basel, wo sein Vater, der Theologe Fritz Buri, als Pfarrer der St.-Alban-Kirche und später des Münsters amtete.

Im Winter 1952-53 beteiligte sich Samuel Buri erstmals an der jährlichen Weihnachtsausstellung in der Basler Kunsthalle. 1953-55 Basler Gewerbeschule, Malklasse von Martin Christ, Kurse bei Walter Bodmer, Theo Eble, Max Sulzbachner, Gustav Stettler und Max Zulauf. Diverse Ausstellungen und Aufträge für Kunst am Bau folgten.

1959 lernte Samuel Buri seine erste Frau, die französische Bühnenbildnerin und Kostümausstatterin Christine Herscher, kennen. Er zog Ende 1959 zu ihr nach Paris und später nach Givry im Burgund. Der Umzug nach Givry 1971 markierte den Beginn einer neuen Schaffensphase. Noch in Paris hatte ihn ein Besuch des Salon de l’agriculture zur Herstellung lebensgrosser Plastiken von Kühen aus Gips oder Polyester angeregt, die er mit farbigen Mustern bemalt. 1962, 1963 und 1965 wurde er Vater von drei Kindern.

Anfang der 1970er-Jahre begann Buri im Burgund allmählich wieder vermehrt in der Natur und vor dem Motiv zu malen. Es entstanden naturalistischere Werke mit ausgesprochen malerischem Charakter, Naturdarstellungen, in welche die Erfahrungen aus der abstrakten Malerei und der Pop Art einfliessen.

Mitte der 1970er Jahre zog es ihn immer wieder nach Habkern ins Berner Oberland, wo er ab 1977 ein altes Bauernhaus zu einem Wohn- und Atelierhaus umbaute. 1979 verlegt er seinen Wohnsitz von Givry nach Paris.

Mit seiner zweiten Frau, der Basler Kunsthistorikerin Anna Rapp, zieht er 1981 nach Zürich und 1983 nach Basel. Seither wohnt er in Basel und Habkern. 1982 und 1987 wurde er Vater von zwei Töchtern.

Ausgangspunkt für das Schaffen von Samuel Buri ist einerseits die französische Malerei der Impressionisten, besonders Claude Monets atmosphärische Bilder, die flächig-dekorative Tendenz der Nachimpressionisten, beispielsweise Pierre Bonnard, und das Werk von Henri Matisse. Anderseits wirkt bei ihm der expressive Ausdruck in den Gemälden der Basler Rot-Blau-Künstler ebenso nach wie die Tradition der schweizerischen Landschaftsmalerei von Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler und Giovanni Segantini. Diese Positionen verbindet Buri mit modernen Elementen zu einer neuen Malerei. Seine Eindrücke der Natur zerlegt er analytisch, um sie in abstrakter oder gegenständlicher Weise in Flächen darzustellen.

Quellen: Katharina Katz: «Samuel Buri». In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2011 (erstmals publiziert 1998).
https://recherche.sik-isea.ch/sik:person-4000136/in/sikart
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