Emil Zbinden: Rasenstück

Werknummer
139
Kategorien
Druckgrafik
Künstlerin / Künstler
Emil Zbinden
Darstellung/Titel
Rasenstück
Standort
Archiv
Platz
(Mappe)
Technik
Holzschnitt 193/200
Zustand
Format: ohne Rahmen
Höhe
17 cm
Breite
23 cm

Künstlerin / Künstler:

Emil Zbinden

Emil Zbinden, geb. 26.06.1908 in Niederönz (BE), gest. 13.12.1991 in Bern.

Er war ein Schweizer Holzstecher, Illustrator, Zeichner, Maler und Grafiker.

Er wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen in Niederönz bei Herzogenbuchsee auf. 1916 siedelte die Familie nach Bern über. Nach Schulabschluss und Schriftsetzerlehre in Bern fuhr Zbinden 1928 zur Weiterbildung nach Berlin und 1929 nach Leipzig. Er besuchte an der Kunstakademie die Meisterklasse von Professor Bruno Belwe. Es folgten erste Arbeiten für die Büchergilde Gutenberg in Berlin, wo er die Bekanntschaft mit Bruno Dressler, Präsident des Bildungsverbands deutscher Buchdrucker und treibende Kraft der Büchergilde, machtt.

1931 half Zbinden bei der Gestaltung einer Ausstellung der Interessengemeinschaft für Arbeiterkultur in Leipzig und geriet dabei in unliebsame Konfrontation mit Nazikreisen. Er kehrte nach Bern zurück und versuchte, sich als freier Grafiker und Künstler durchzuschlagen.

1934 fand Zbinden für ein Jahr Arbeit als Grafiker in Nizza. Nach seiner Rückkehr nach Bern wurde er von Dressler beauftragt, die von ihm herausgegebenen Gotthelf-Bände zu betreuen. Er lebte und arbeitete von 1942 bis zu seinem Tod in der Berner Altstadt.

Öffentliche Anerkennung fand er erstmals 1943, als ihm das Aeschlimann-Stipendium verliehen wurde. Er, der Revoluzzer, galt jetzt vielen als bodenständiger Heimatkünstler. In den 70er Jahren wurde er von der linken Kulturszene als ein mit der Arbeitswelt eng verbundener Künstler neu entdeckt. 1986 bekam er den Kulturpreis Emmental und 1987 den Kulturpreis des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Der Kunstkritiker Peter Killer bezeichnete ihn 1983 als «den bekanntesten Schweizer Holzschneider der Gegenwart» und fügte bei: «Ich bin der Ansicht, dass er ausserdem seit Vallotton der Bedeutendste ist.»