Fritz Bürgin: Lucherntier
- Werknummer
- 9
- Kategorien
- Skulptur
- Künstlerin / Künstler
- Fritz Bürgin
- Darstellung/Titel
- Lucherntier
- Datierung
- 1955
- Standort
- Schulhaus Tannenbrunn
- Platz
- Pausenhof, Brunnen
- Technik
- Steinskulptur
- Höhe
- 120 cm
- Breite
- 115 cm
- Bemerkungen Werk
Gedanken zum Bild von Fritz Bürgin: Die Sagenfigur des Lucherntieres schickt abends die Kinder heim. Das Tier kann also denken und reden. Deshalb habe ich die Tierfigur mit einem Menschenkopf versehen. Ihm sind Katzenohren aufgesetzt. Weil das Sagentier unfassbar ist, steht es mitten in einem runden Brunnen - für uns nicht erreichbar. (Quelle: Heimatkunde Sissach Seite 389)
Künstlerin / Künstler:
Fritz Bürgin
Fritz Bürgin, geb. 16.08.1917 in Läufelfingen, gest. 25.10.2003 in Walkringen (BE).
Als Sohn des Hermann Bürgin (Metzger) und der Martha, geborene Hofer, verbrachte er seine Kindheit und Jugend in Buckten. In den 1930er-Jahren machte er eine Ausbildung in der Holzschnitt-Drucktechnik beim Künstler Walter Eglin in Känerkinden. Während dieser Zeit half Bürgin Eglin auch bei den Vorarbeiten zum Mosaik «Sendung», das Eglin 1942 bis 1946 an der Wand des Kollegiengebäudes der Universität Basel verwirklichte. Es folgte die autodidaktische Weiterbildung zum Bildhauer. 1945 erhielt Fritz Bürgin für sein Werk den Aufmunterungspreis der eidgenössischen Stipendienkommission. In dieser Zeit arbeitete er auch aushilfsweise im Atelier des Bildhauers Jakob Probst. 1951 absolvierte Bürgin mit einem weiteren Stipendium ein Jahr an der Bildhauerschule von Germaine Richier in Paris.
Später lebte und arbeitete er in Bubendorf. 1953 schaffte Bürgin den Uli-Schad-Brunnen in Oberdorf. 1956 waren sein imaginäres Porträt des Dichters Charles Baudelaire und seine Plastik «Wüstenvogel» an der Schweizerischen Kunstausstellung zu sehen. Thematisch befasste er sich bevorzugt mit der Beziehung zwischen Individuum und Gemeinschaft sowie der Schönheit der Natur.
Quelle: Heimatkunde Sissach, S. 389